I2KT Institut für Informations- und Kommunikationstechnik
 
 
 
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WER IST I2KT?
 
 
 
 
Professor Dr. Dieter Schwarzenau lehrt Kommunikationstechnik an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Seine wesentlichen Arbeitsgebiete sind die Planung von Telekommunikationsnetzen, EMV -Untersuchungen an Netzen und Telekommunikationsleitungen, die Schulung und Weiterbildung von Fachpersonal und er erstellt Gutachten zu Kabelnetzen.
 

Dem I2KT steht insbesondere die Expertise von drei anerkannten Spezialisten der Kommunikationstechnik zur Verfügung:

PROFESSOR DR. DIETER SCHWARZENAU

Woran arbeiten Sie aktuell?

Mal wieder an zu vielen Projekten gleichzeitig. Ich versuche z. B. ein Messverfahren für die Schirmwirkung von Koaxialkabeln zu verbessern. Viel Zeit verbringe ich mit der Optimierung von Netzen für die Breitbandversorgung ländlicher Gebiete. Aber auch die Frage, wie die Breitbanddienste in den Wohnungen zu den Endgeräten kommen, finde ich sehr interessant und ist alles andere als einfach zu beantworten. Diese Aktivitäten sind eng verknüpft mit meiner Mitarbeit in der Normung. Ganz konkret arbeite ich hier gerade zusammen mit Experten aus Europa und Japan an einer internationalen Norm für Glasfasernetze (FTTH). Darüber hinaus erhalte ich immer wieder Anfragen nach Gutachten zu Kabelnetzen. Ich werde auch häufig gebeten, Vorträge zu diesen Themenbereichen zu halten.

 

Was war bisher Ihr interessantestes Projekt?

Am spannendsten finde ich immer die Projekte, an denen ich gerade arbeite, weil bei denen noch unklar ist, was bis zum Abschluss alles passieren wird. Ich hatte das Glück, schon an vielen sehr interessanten Projekten mitarbeiten zu können. Ein Projekt, auf das ich z. B. immer wieder gerne zurückblicke, ist der Aufbau des Netzes der MDCC Magdeburg-City-Com GmbH. Hier wurde konsequent ein hochmodernes Systemkonzept umgesetzt, das sich inzwischen bewährt und alle Erwartungen voll erfüllt hat.

 

Was hält Sie nachts wach?

Ich habe zum Glück einen guten Schlaf und liege selten wach. Wenn doch, dann drehen sich meine Gedanken meistens um Glasfasertechnik. Ich frage mich dann z. B. - Wie lange wird es noch dauern, bis alle deutschen Haushalte über einen Glasfaseranschluss verfügen werden? - Was werden wir mit der gigantischen Übertragungskapazität eines durchgehenden Glasfasernetzes anstellen? - Wie lange wird es wohl dauern, bis wir die Grenzen der Glasfasertechnik erreichen? Was kann ich noch tun, um die Entwicklung zu beschleunigen?

 

Was machen Sie mit zwei leeren Blechbüchsen und einer Schnur?

Die genannten Utensilien legen für einen Nachrichtentechniker natürlich den Bau eines „Blechbüchsentelefons” nahe. Da ich den Komfort eines Handys zu schätzen weiß, würde ich die Blechbüchsen aber lieber mit dem Bindfaden unter meinen Schuhen befestigen, so dass ich schneller vorwärts komme und weniger Zeit beim Gehen von A nach B verbrauche.

 
         
 
 
 
Professor Dr. Olaf Friedewald war jahrelang mit seinem Ingenieur-
büro auf dem Gebiet der Kommunikationsnetze tätig. Heute lehrt er Kommunikationstechnik an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Hier iniierte er den ersten RFID-Masterstudiengang Deutschlands.
 

PROFESSOR DR. OLAF FRIEDEWALD

Woran arbeiten Sie aktuell?

Noch ist die Sprachübertragung in modernen digitalen Netzen (IP) technisch nicht in allen Fragen optimal gelöst. Das zu verbessern, ist eine spannende Aufgabe.

Bei der Nutzung und Anwendung von Funksystemen im Nahbereich (WLAN, RFID, NFC) ergeben sich viele interessante Fragestellungen für den praktischen Einsatz. Das ist ein ebenso großes Arbeitsgebiet wie die Verbesserung von Antennensystemen oder die gegenseitige Beeinflussung von gleichzeitig genutzten Funksystemen.
Durch die jahrelang gesammelten Erfahrungen bei der Planung von Nachrichtennetzen und -systemen kann ich diese jetzt in den Breitbandausbau übertragen.

 

Was war bisher Ihr interessantestes Projekt?

Die Konzeption und Projektleitung zum Aufbau des ersten VoIP-Telefonnetzes. Vom Netzdesign bis zum Call-Center musste alles berücksichtigt werden. Ich habe dabei in einem tollen Team gearbeitet. Wir hatten nur eine kurze Frist um unsere Ideen zu entwickeln und taten dies völlig gegen den damaligen Trend - VoIP galt zu dieser Zeit als unausgereift.

 

Was machen Sie mit zwei leeren Blechbüchsen und einer Schnur?

Natürlich telefonieren! Dabei erforsche ich garantiert, wie lang z.B. die Schnur sein darf oder wie viele Knoten in der Schnur noch eine Übertragung erlauben. Neugierig zu bleiben ist sehr wichtig – den kindlichen Blickwinkel müsste man sich erhalten können.

 

Was hält Sie nachts wach?

Eigentlich brauche ich meinen Schlaf und der bleibt selten weg. Wenn, dann meist bei Problemen, die ich nicht beeinflussen kann.

 
         
 
 
 
Professor Dr. Ulrich Fischer-Hirchert lehrt an der Hochschule Harz Kommunikationstechnik im Fachbereich Automatisierung und Informatik mit Schwerpunkt der photonischen Kommunikations-technik. Außerdem ist er CEO der HarzOptics GmbH und Leiter des Breitbandzentrums Harz.
 

PROFESSOR DR. ULRICH FISCHER-HIRCHERT

Woran arbeiten Sie aktuell?

Zurzeit habe ich sehr viele Forschungsmöglichkeiten, da ich ein Forschungsfreisemester bekommen habe und mich der Entwicklung der Breitbandtechnologie und besonders der Inhaus-Breitbandtechnologie widmen kann. Die Tatsache im Haus ebenso optische Technologien wie im weltweiten Fernsystemen einsetzen zu können, ermöglicht in Zukunft die Installation einfacher Plastikkabel aus Acrylglas (POF-Polymer Optische Faser) mit nur 1mm Durchmesser ohne Metallisierung. Das spart sehr viel Platz, erzeugt keine störende Strahlung wie das aktuell beliebte WLAN und ist kindersicher in der Bedienung. Meine Kinder zuhause sind gerade 4 und 6 Jahre alt und können diese Leitungen schon selber im Kinderzimmer verlegen und am PC vernetzen. So einfach kann dies für alle Laien bedienbar werden. Mit großem Elan versuche ich in Sachsen-Anhalt eine Community für diese neue POF-Technologie aufzubauen und verrate wohl kein Geheimnis, dass wir mit der Hochschule Harz und dem Fraunhofer IFF ein Kompetenzzentrum für POF-Technologien in Wernigerode planen.

 

Was war bisher Ihr interessantestes Projekt?

Seit über 25 Jahren bin ich in der Physik und der Entwicklung von neuen Technologien zuhause und habe viele neue Dinge gefunden und weiterentwickelt. Aber seit wir uns vor 2 Jahren mit der Schnittstelle Breitbandzugang und Demografie-entwicklung im Land Sachsen-Anhalt beschäftigt haben, kommen wir in enger Zusammenarbeit mit Soziologen und Pflegewissenschaftlern dazu, den Menschen in der Region eine neue Möglichkeit zu verschaffen, möglichst lange in der eigenen Wohnung zu bleiben und trotzdem nicht auf eine Nähe zu ärztlicher Betreuung und verwandtschaftlichem Austausch verzichten zu müssen. Mithilfe eines breitbandigen Zugangs auch auf dem Land kann der Arzt seine Visite in Zukunft auch über ein virtuelles Telekonsil über den Fernseher mit Kamera und Vitalparameter erfassenden Geräten am Patienten durchführen. Pflegedienste haben die Möglichkeiten, den aktuellen Gesundheitszustand per Telemonitoring in der telemedizinischen Zentrale einzusehen, um bei kritischem Verlauf sofort einschreiten zu können. Hierbei können wir jetzt mit unserer neuen Technologie den Menschen direkt beistehen, was für mich eine besondere Zufriedenheit mit der Arbeit erzeugt.

 

Was machen Sie mit zwei leeren Blechbüchsen und einer Schnur?

Als Nachrichtentechniker habe ich natürlich den Hang ein Schnurtelefon zu bauen, aber der Schalk sitzt auch in mir und ich würde die Blechbüchse gerne an ein Auto anbringen, um das verdutzte Gesicht des Fahrers bei der Anfahrt zu sehen....;-)

 

Was hält Sie nachts wach?

Wach halten mich nur meine Kinder, die mitten in der Nacht ins Bett der Eltern schlüpfen wenn sie mal wieder schlecht träumen. Ansonsten arbeite ich gerne noch abends an Projekteinreichungen, da ich dann die nötige Ruhe und Konzentration bekomme, die oftmals im lauten Tagesgeschäft untergeht.

 
         
 
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